Maxi Obexer
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Maxi Obexer

ILLEGALE HELFER

Sie helfen Flüchtlingen, Asylbewerberinnen und Migranten ohne legalen Status, sie retten sie vor der Abschiebung, bieten ihnen Schutz und Unterkunft, oder bringen sie über die Grenze, wenn alle Wege ausgeschöpft sind.

Einige waren bereits mehrfach straffällig, andere riskieren Beruf und Existenz. Denn ihre Aktionen finden im Verborgenen statt, dort, wo das Gesetz keine Hilfe vorsieht - oder sie kriminalisiert.

Uraufführung im Schauspielhaus Salzburg Januar 2016
Deutsche Erstaufführung
Hans Otto Theater Potsdam Juni 2016

Ausgezeichnet mit dem Robert Geisendörfer Preis 2016

"Das Stück fordert nicht Mitleid, sondern ein Nachdenken über die Grenzen der Menschlichkeit." Laudatio zur Verleihung des Robert Geisendörfer Preises

Ausgezeichnet mit dem Eurodram Preis 2016

"Eine dieser sozialen Gruppen, die es vielleicht noch gar nicht so lange gibt in unserer Gesellschaft, stellt uns Maxi Obexer mit ihrem brandaktuellen Stück vor – tatsächlich einem der spannendsten Theatertexte zum Thema." Christian Mayer, Graz,
zur Eurodram-Preisverleihung 2016 [>>]

"Nichts läge Obexer ferner, als zu agitieren. Sie vertraut auf Wahrheit und Menschenverstand, ist darin sicherlich eine Idealistin, aber blauäugig oder militant ist sie nicht."
Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung 25.1.2016 [>>]

Interview mit Maxi Obexer zu "Illegale Helfer"
Süddeutsche Zeitung 8.6.2016 [>>]

Der Dramatikerin Maxi Obexer gelingt es, "den Blick wieder von den Massen auf die Individuen, von der Menschheit auf den Menschen zu lenken. Das Stück ist so etwas wie ein Diskurs über den Widerstand der Anständigen, den sie gänzlich unaufgeregt und ohne die Anmaßung, dass ihre Protagonisten auf alle Fragen eine Antwort wüssten, dem Publikum vorschlägt."
Irene Bazinger, FAZ 11.6.2016  [>>]

"Gut, dass sie alle gekommen sind, es ist erstklassiges Polittheater zu sehen. (...) der Abend geht aktiv gegen die drohende Entmenschlichung vor. Kunst, die nicht angepasst ist, um das Denken zu schulen und das Denken zu provozieren, der Theaterabend in Potsdam tut dies auf hervorragende Art und Weise."
Peter Klaus, Deutschlandfunk 9.6.2016

"Die "Illegalen Helfer" verlassen sich nicht nur auf ihren individuellen Gerechtigkeitssinn, sondern auf den kollektiven einer offenen Gesellschaft, zum Beispiel eines Theaterpublikums. Und ihr Glaube daran ist ansteckend."  Nachtkritik 9.06.2016  [>>]

"Die Erzählungen der einzelnen Figuren sind bereits für sich genommen so kraftvoll, dass beinahe jede visuelle Ablenkung stört. So kämpft zuweilen die Inszenierung gegen die starke Vorlage. "Illegale Helfer" fügt der Flüchtlingsdebatte eine wichtige Perspektive hinzu und hat die Aufmerksamkeit verdient, auch ohne AfD."
Ronny Müller, TAZ, 11.06.2016  [>>]

"Was für Menschen sind wir? Hört sich pathetisch an, ist dieser Text aber nie, der einen Richter, eine Studienrätin, eine Aktivistin vereint die erfahren haben, wie eng und selektiv unser freiheitliches Recht doch ist. (...) Die Sachlichkeit ist das Eindringliche. Man lernt viel aus diesem wichtigen Stück."
Doris Meierhenrich, Berliner Zeitung 14.06. 2016  [>>]

Hörspielkritik.de [>>]
Deutschlandradio Kultur [>>]
Radio Bremen [>>]
Neues Deutschland, 15.6. 2016  [>>]
Märkische Allgemeine Zeitung, 11.6. 2016  [>>]
Märkische Oderzeitung, 11.6. 2016  [>>]

zum Hörspiel [>>]
zum Theaterstück [>>]

 

 

Maxi Obexer

GEHEN UND BLEIBEN

Ein dokumentarisch-literarisches Stück darüber, was bleibt und dennoch mitgeht, wenn Menschen ihre Länder verlassen,
darüber, was kostbar ist oder umso kostbarer wird, weil es zurückbleiben musste.
Über Menschen, Tiere, Berge, Magnolien, ein Meer und den Duft des Wochenmarktes - und den anhaltenden Verbindungen zu all dem, das nicht in einen Koffer passt.

Regie: Clemens Bechtel
Dramaturgie: Christopher Hanf
Regieassistenz: Anna Beeck
Köstüm und Bühne: Iris Kraft
Theaterpädagogik: Susanne Hoss

Schauspielerinnen und Schauspieler: Kais Althyab; Nikola Antoun; Emad Arasteh; Kamal Bader; Alaa Al Haidar; Amin Al Jarmakani; Mariana Karkoutly; Sharon Kotkovsky; Jalal Mando; Sheval Minahi; Tatjana Nacarenus; Angélique Préa

Premiere am 17. März 2017,
Reiterhalle, Hans-Otto-Theater Potsdam [>>]

Textauszüge [>>]

"Verbindungslinien in die Heimat", Autorin Maxi Obexer und Regisseur Clemens Bechtel über die Arbeit an "Gehen und Bleiben" [>>PDF]

"Was wenn mein Staat nicht menschlich ist?" - Maxi Obexer im Gespräch mit Anne Fleig, Professorin für Deutsche Literatur, FU-Berlin [>>]

Presse:
"Die Sprachkanoniere" PNN [>>PDF]

Nie ohne Handy. Um dramatische Fluchtgeschichten geht es hier nicht. Sondern um die interessante Frage, wie man in der neuen Heimat Kontakt zur alten hält. Das ist der Bogen, der die Szenencollage über die die unterschiedlichen Herkunftsländer und Migrationsmotive zusammenhält. (…)
Maxi Obexer, die oft dezidiert politische Stücke schreibt, hält sich mit Botschaften angenehm zurück. Sie erzählt leicht und ironisch von dem seltsamen Ding, das wir Heimat nennen. SÜDTDEUTSCHE ZEITUNG [>>PDF]

Wann kommst du zurück? Außerordentlich gelungen ist der Umgang mit den AkteurInnen und ihren persönlichen Erlebnissen. Keine Sensationsgier nach krassen Fluchtgeschichten ist zu spüren. Das Stück geht generell um die Erfahrung, seine Heimat zu verlassen und in der Fremde ein neues Leben anzufangen. Angeschaut werden die Beziehungen zwischen denen, die gegangen sind, und denen, die geblieben sind. TAZ [>> PDF]

Ich integriere mich
„Was machst du?“, fragt einmal der Sohn seinen Vater in Eisenhüttenstadt: „Ich integriere mich.“ – „Immer noch“, antwortet der Sohn. Immer noch, immer wieder. Auch davon erzählt dieser Abend: Integration ist kein Zustand, es ist für alle und jeden der stets neue Versuch, einander zu begreifen, sich ohne fertige Meinungen und Bilder zu begegnen. Schwierig genug. BERLINER ZEITUNG

Straßen wie Gänge. Man merkt dem Stück an, das sind Profis. Das Stück ist nach Motiven geordnet. Das verleiht ihnen Individualität und Vielschichtigkeit, manchmal, auch witzig. JUNGE WELT

Hintergründig, alltagsnah, poetisch. Mit „Gehen und Bleiben“ ist nun in der Reithalle eine eher hintergründige, alltagsnahe, poetische Skizze zu erleben, die von Menschen erzählt, die getrennt von ihren Angehörigen leben und auch ihre zurückgelassenen Haustiere und Pflanzen vermissen. MAZ

In der Fremde in Kontakt mit der Heimat. Autorin Maxi Obexer und Regisseur Clemens Bechtel gehen mit ihrem Stück „Gehen oder bleiben“ einen anderen Weg. Sie holen zwölf Flüchtlinge und Auswanderer auf die Bühne, die von den Schwierigkeiten des Lebens in der Fremde berichten. Zu denen auch gehört, dass die Menschen in der neuen Welt meist noch immer mit der Heimat und den Zurückgeblieben verbunden sind. In Sehnsucht oder Entfremdung, weil nur noch per Skype. Gestörte Beziehungen entstehen, weil die Menschen, je nachdem, ob sie in der alten Heimat oder in der neuen Fremde leben, von unterschiedlichen Erfahrungen geprägt sind. MOZ