Maxi Obexer
Aktuell Werkverzeichnis Biografie Kontakt
Theaterstücke Hörspiele Erzählungen Essays

[13>>] [12>>] [11>>] [10>>] [9>>] [8>>] [7>>] [6>>] [5>>] [4>>] [3>>] [2>>] [1>>]

Maxi Obexer - Europas längster Sommer

"Es gibt einige solche starke, schöne, traurige, nachdenklich stimmende Bilder in diesem Romanessay. Die persönlichen Passagen werden zweifellos jene interessieren und berühren, die sich selbst auf der Suche nach der eigenen Identität befinden. Die essayistischen Abhandlungen sollten zum Nachdenken anregen, nicht zuletzt über die Frage, wer wir - als EuropäerInnen, als Deutsche, als ÖsterreicherInnen - sind. Und darüber, ob es immer andere geben muss, damit wir wir sein können."
Barbara Rieger, Literaturhaus.at [>>]

------

L'estate più lunga dell'Europa

Il nuovo romanzo di Maxi Obexer offre una commovente riflessione sul concetto di Europa, sulla condizione degli immigrati e sull’identità di chi ha più di una patria.
[ …] Sono infuriata: come possono semplicemente ignorare quello che è successo e si è mosso in quasi cent’anni? Che è poi la vita vissuta quotidianamente da persone di lingua tedesca, di lingua italiana e di lingua ladina che condividono un’epoca sociale e politica?
[…] A un certo punto, solo dopo molti anni, mi sono chiesta che cosa le avessi fatto, a forza di lasciarla continuamente lì, in piedi, come abbandonata. In giardino, alla fermata dell’autobus, sul binario. […] Vidi mia madre sul marciapiede in stazione, la vidi portarsi la mano sulla bocca, la vidi mentre le venivano le lacrime agli occhi per me, che doveva lasciare andare, mentre il treno si metteva in moto. 
[ …] Questo romanzo commovente e rivelatore è una riflessione necessaria sul concetto di Europa, sulla condizione degli immigrati e sull’identità di chi ha più di una patria. Getta però anche nuova luce sull’essere sudtirolesi o altoatesini – o meglio sudtirolesi-tedeschi, sudtirolesi-ladini e sudtirolesi-italiani - come un unico popolo che ha diritto di rivendicare una storia unica, che li accomuna da un secolo ormai.
C’è da augurarsi che il libro di questa autrice, ora in lizza per il Bachmannpreis 2017, susciti presto l’interesse di un editore italiano.
Christina Vezzaro, Salto BZ [>>)

------

"Europas längster Sommer": Unerwartetes über Einwanderung beim Bachmann-Wettlesen.

Niemand wird Deutscher, wenn er die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Polen bleiben Polen, Iraker Iraker, Österreicher Österreicher. Wieso aber wird man Amerikaner, wenn man die amerikanische Staatsbürgerschaft erwirbt? [...]
"Europas längster Sommer" hat einiges zu sagen. Es ist in diesem Fall ziemlich egal, ob das Kunst ist. Es sind Überlegungen, die man nicht oft zu hören bekommt. Es ist ein Plädoyer für Europa.
Peter Pisa, Kurier [>>]

------

Menschen, die niemals ankommen.

Eigentlich geht es aber nicht um Schicksale, sondern um die Frage, was Europa ausmacht, was Fremdsein bedeutet. Hier macht die Autorin eine bekannte Beobachtung: dass das Fremdsein nicht auf die Fremden beschränkt ist. [...]
Die Gedanken, die sich Maxi Obexer macht, sind es wert , gelesen zu werden, nicht nur ihrer Vielschichtigkeit, sondern auch ihrer Perspektive wegen.
Clementine Skorpil, DIE PRESSE

------

Was heißt das: "Deutschsein"?

"Der autobiografische Teil des Essays und die Fragen zu Migration, Integration und Nationalität, die Obexer in diesem Zusammenhang aufwirft, sind spannend."
Maria Jordan, Neues Deutschland

zurück [>>]

 

Europas längster Sommer, Roman von Maxi ObexerMaxi Obexer

Europas längster Sommer

Roman
Verbrecher Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783957322715

„Europas Längster Sommer“
wurde für den Bachmannpreis 2017 nominiert.

Buchpremiere am 1. August 2017
im Literarischen Colloquium Berlin
Moderation: Tanja Dückers

 

Auf einer Zugfahrt von Italien nach Deutschland mit dem Ziel, in Berlin ihren deutschen Pass in Empfang zu nehmen, kehren die Jahre ihres Einwanderns zurück, die Zeiten des Übergangs vom Fremden ins Vertraute, Menschen und Momente die aufblitzen und erkennen lassen, was da alles in sie eingewandert ist.
Kurz vor der italienisch-österreichischen Grenze steigen sechs junge Männer dazu; sie könnten auch Jugendliche sein auf dem Weg zum Fußball oder zum Trompetenunterricht.
Sie sind es nicht. Doch was trennt diejenigen, die nach Europa einwandern, von denen, die es innerhalb Europas tun? Was bedeutet es zu gehen – und was heißt ankommen?
Auf diese und andere Fragen findet Maxi Obexer überraschende Antworten.

 

„Ankommen bedeutet, dass du einen Weg zurückgelegt hast, von deinem Herkunftsland in ein anderes. Alle Wege, die du gehst, verändern dich mit jedem Schritt. Diesen Weg gehst du nicht nur in eine Richtung. Du gehst ihn vor und zurück. Du verlierst mit jedem Mal etwas, doch was du verlierst, bleibt bei dir und wird dir nahe. Was dir aber nahe ist, macht dich verletzbar.“

 

Ohne es sich genau zu überlegen, ohne es genau zu wissen oder wissen zu wollen, leisten sich die europäischen Länder in ihrem Inneren ein grundsolides nationalistisches Denken.Ein Denken, dem die Logik des Ausschlusses bis in die kleinste Haarspitze hinein einverleibt ist. Das ihren Marginalisierten und Minderheiten fortwährend bescheinigt, dass sie nicht gleichwertiger Teil des gesellschaftlichen Ganzen seien. Aber was dann? Dasselbe System ist ja dafür verantwortlich, dass es "Randständige" gibt, oder hat Länder annektiert und damit Minderheiten geschaffen. Warum wollte man sie dann überhaupt?


Lesungen Termine

Buchpremiere am 1. August 2017 im Literarischen Colloquium Berlin, LCB, im Gespräch mit Tanja Dückers

Lit.Ruhr am 5. Oktober 2017
In einer Diskussion mit Claus Leggewie "Europa zuerst".
Moderation: Thomas Laue

Fahimi-Bar Berlin am 19. Oktober 2017
Buchvorstellung des Verbrecher Verlages,
mit Jörg Sundermeier, Verleger

Literaturhaus Innsbruck am 28. November 2017

Landesbibliothek Friedrich Tessmann, Bozen, Südtirol am 5. Dezember 2017
Im Gespräch mit Marlene Streeruwitz

Hans-Otto-Theater Potsdam am 11. Dezember 2017
Im Gespräch mit Ulrike Draesner, Schriftstellerin