»Die Orestie« gilt als das erste Bühnenstück zur Demokratie und mit der Demokratie läutet auch die Geburtsstunde der tragischen Figur. Orest, der seine Mutter tötet, wie es ihm aufgetragen wurde, bereut hinterher.
Jetzt kommen die Töchter zu Wort, die Schwestern, die Mütter – all die wichtigen und starken Frauen, die entweder getötet wurden, aus dem Stück geflogen sind, als ihr Job getan war, die ungeladen – und unbeachtet blieben, oder von falschen Narrativen ungesehen. Deren Geschichten – und Beziehungen zueinander kaum – oder nur schräg beleuchtet wurden. Iphigenie, Kassandra, Klytaimnestra, Elektra und Athene. Die sich fragen, warum ihre Geschichten nicht auch als tragisch gelten.
Und sie fragen sich ob hier wirklich die Demokratie gegründet wurde – oder nicht viel eher die Festigung des Patriarchats beschlossen wurde, mit ihrer Hilfe, doch ohne ihre Mitsprache.
Sie fordern eine Revision des Urteils und eine Neuverhandlung, denn sonst macht es noch Schule, was hier gerade beschlossen wurde. Wie es in den nächsten 3000 Jahren aussehen könnte, davon weiß schließlich Kassandra zu berichten.
»Es herrscht Demokratie! Rufen die Männer und pöbeln durch die Gassen. Die Frauen verziehen sich in den Häusern.« Klytaimnestra
»Ich wil raus aus diesen Fremdzitaten, aus dieser alten männlichen Geschichte.« Elektra
»Hier ist noch Luft nach oben, in Sachen Demokratie, und nach unten auch.« Iphigenie
»Wer behauptet, die Demokratie sei eine fahle Sache: Ich widerspreche.« Athene
»Steht das auf meiner Stirn geschrieben? ›Guilty of everything, Mother?‹«
LINKS
Die Deutsche Bühne
Reutlinger General Anzeiger
»Maxi Obexer ist eine der wichtigen Stimmen der neuen Dramatik und Literatur, die den Kanon aus weiblicher Sicht neu deuten. Dabei besticht auch das Auftragswerk der 55-jährigen Autorin und Dozentin für das Landestheater Tübingen nicht allein durch inhaltliche Tiefe, sondern gerade durch Selbstkritik und Humor.« Elisabeth Maier, Theater der Zeit
»Was Maxi Obexer in ihrer Auftragsarbeit für das LTT Tübingen entwickelt, ist ein rasanter Diskurs durch die Demokratiegeschichte. Über Kriegslügen schon in der Antike (und erst recht heute), über Femizide und das sinnlose Töten als Behauptung von Männlichkeit und Macht.« Manfred Jahnke, Die Deutsche Bühne
»Eine feministische Fortschreibung der antiken Schlüsselstücks – von überwältigender Kraft und Schönheit.«
Martin Bernklau, Cul Tu Re
»Maxi Obexer ist ein starkes Stück Diskurstheater gelungen. […] Nicht nur in Athene sieht man am Ende eine neue Nachdenklichkeit geweckt. Sie reicht die Fragen, was Würde, was Kompromiss, was Respekt im Umgang miteinander ans Publikum weiter.« Christoph B. Ströhle, Reutlinger General Anzeiger
»Eine starke Uraufführung. […] Dieses glänzende Disputationstheater ist ein Essay mit den Mitteln des Dialogs. […] ›Lesestück‹ meint allerdings nicht papieren. Die Reden und Beziehungen stecken voller Dramatik, voller Emotion.« Peter Ertle, Schwäbisches Tagblatt
»Die Orestie« gilt als das erste Bühnenstück zur Demokratie und mit der Demokratie läutet auch die Geburtsstunde der tragischen Figur. Orest, der seine Mutter tötet, wie es ihm aufgetragen wurde, bereut hinterher.
Jetzt kommen die Töchter zu Wort, die Schwestern, die Mütter – all die wichtigen und starken Frauen, die entweder getötet wurden, aus dem Stück geflogen sind, als ihr Job getan war, die ungeladen – und unbeachtet blieben, oder von falschen Narrativen ungesehen. Deren Geschichten – und Beziehungen zueinander kaum – oder nur schräg beleuchtet wurden. Iphigenie, Kassandra, Klytaimnestra, Elektra und Athene. Die sich fragen, warum ihre Geschichten nicht auch als tragisch gelten.
Und sie fragen sich ob hier wirklich die Demokratie gegründet wurde – oder nicht viel eher die Festigung des Patriarchats beschlossen wurde, mit ihrer Hilfe, doch ohne ihre Mitsprache.
Sie fordern eine Revision des Urteils und eine Neuverhandlung, denn sonst macht es noch Schule, was hier gerade beschlossen wurde. Wie es in den nächsten 3000 Jahren aussehen könnte, davon weiß schließlich Kassandra zu berichten.
»Es herrscht Demokratie! Rufen die Männer und pöbeln durch die Gassen. Die Frauen verziehen sich in den Häusern.« Klytaimnestra
»Ich wil raus aus diesen Fremdzitaten, aus dieser alten männlichen Geschichte.« Elektra
»Hier ist noch Luft nach oben, in Sachen Demokratie, und nach unten auch.« Iphigenie
»Wer behauptet, die Demokratie sei eine fahle Sache: Ich widerspreche.« Athene
»Steht das auf meiner Stirn geschrieben? ›Guilty of everything, Mother?‹«
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Die Deutsche Bühne
Reutlinger General Anzeiger
»Maxi Obexer ist eine der wichtigen Stimmen der neuen Dramatik und Literatur, die den Kanon aus weiblicher Sicht neu deuten. Dabei besticht auch das Auftragswerk der 55-jährigen Autorin und Dozentin für das Landestheater Tübingen nicht allein durch inhaltliche Tiefe, sondern gerade durch Selbstkritik und Humor.« Elisabeth Maier, Theater der Zeit
»Was Maxi Obexer in ihrer Auftragsarbeit für das LTT Tübingen entwickelt, ist ein rasanter Diskurs durch die Demokratiegeschichte. Über Kriegslügen schon in der Antike (und erst recht heute), über Femizide und das sinnlose Töten als Behauptung von Männlichkeit und Macht.« Manfred Jahnke, Die Deutsche Bühne
»Eine feministische Fortschreibung der antiken Schlüsselstücks – von überwältigender Kraft und Schönheit.«
Martin Bernklau, Cul Tu Re
»Maxi Obexer ist ein starkes Stück Diskurstheater gelungen. […] Nicht nur in Athene sieht man am Ende eine neue Nachdenklichkeit geweckt. Sie reicht die Fragen, was Würde, was Kompromiss, was Respekt im Umgang miteinander ans Publikum weiter.« Christoph B. Ströhle, Reutlinger General Anzeiger
»Eine starke Uraufführung. […] Dieses glänzende Disputationstheater ist ein Essay mit den Mitteln des Dialogs. […] ›Lesestück‹ meint allerdings nicht papieren. Die Reden und Beziehungen stecken voller Dramatik, voller Emotion.« Peter Ertle, Schwäbisches Tagblatt